Der Neufundländer

…ist kynologisch betrachtet (Kynologie = die Lehre vom Hund) eine sehr alte Hunderasse und wurde erstmals um das Jahr 1776 literarisch erwähnt. Er ist ein grosser, langhaariger Hund mit einem einzigartigen Charakter, der in Deutschland laut FCI-Standard in den Farben schwarz, braun und weiss-schwarz gezüchtet wird. Aufgrund seiner Geschichte als Fischer- und Rettungshund und Herkunft von der Insel Neufundland hat er oft eine ausgeprägte Wasserpassion und seine hohe Intelligenz verlangt nach Beschäftigung.Ein Neufundländer ist kein Augendiener wie z. B. ein Schäferhund. Einen solchen Gehorsam können Sie von diesem Individuum nicht verlangen!
Dafür ist er eine der wenigen Hunderassen, die in der Lage ist, selbstständig zu handeln, auch wenn keine Person in der Nähe ist, um ein Kommando zu geben, was die vielen belegten Menschenrettungen nicht nur aus dem Wasser bezeugen. Er ist ein anlehnungsbedürftiger Familienhund, der immer bei „seinen“ Menschen sein will, sehr geduldig mit Kindern und ausserordentlich verträglich mit anderen Haustieren, wenn man ihn früh genug daran gewöhnt. Durch sein dichtes Fell ist er ausgezeichnet gegen Kälte geschützt. Im Sommer sollte er die Möglichkeit haben, sich an einem kühlen Ort aufhalten zu können.

Übernommen aus Neufundländer – Heute von Hedd&Del Richards erschienen im Kynos Verlag

 

Etwas das uns sehr am Herzen liegt!

Ein Neufundländer ist kein Zwingerhund, sondern ein vollwertiges Familienmitglied!

Herkunft des Neufundländers

Die Abstammung des Neufundländers ist ziemlich unklar. Die Rasse mag zurückgehen auf die Bärenhunde, die Leif Ericson im Jahr 100 v. Christi herüberbrachte, oder es ist möglich, dass der Tibetmastiff auf seiner möglichen Reise über den asiatischen Kontinent an der Entwicklung des Neufundländers teilhatte. Wie dem auch sei, es ist allgemein anerkannt, dass der Neufundländer, wie wir ihn heute kennen, wahrscheinlich nicht von der Insel mit selbigem Namen stammt. Aufzeichnungen belegen, dass die ersten bekannten Hunde auf der Insel kleiner und vom Spitztyp, mit Stehohren und Ringelrute, waren.
Entdeckungsreisende Kaufleute, die mit Neufundland Handel trieben, haben möglicherweise Schiffshunde mitgebracht und durch verpaaren mit den heimischen Hunden zur Entwicklung eines anderen Types beigetragen. Viele Rassen sind mutmaßlich für die unterschiedlichen Eigenschaften des Neufundländers verantwortlich – Portugiesische Wasserhunde, Pyrenäen Berghunde, Collies, Setter und Spaniel werden genannt. Weil man aber nichts mit Bestimmtheit sagen kann, sollte man der Sache offen gegenüberstehen. Mehrere Rassen könnten von den einheimischen Beothuk Indianern benutzt worden sein, um ihnen beim Fischen zu helfen.
Es ist eine amüsante Tatsache, dass jemand, der an einer großen Rasse interessiert ist, die Ursprünge des Neufundländers nennen kann, während die, die mit der Rasse zu tun haben, seine im Dunkeln liegende Vergangenheit zugeben und oft nicht in der Lage sind, sich für eine Version zu entscheiden.

Im 17. Jahrhundert wurde in Nordamerika eine Rasse gehandelt, deren Beschreibung große Ähnlichkeit mit dem Neufundländer aufweist. Das Ansehen der Rasse stieg so hoch, dass sie in vielen großen Landhäusern als Wahrzeichen des Wohlstandes betrachtet wurde. Um diese Zeit tauchte der Neufundländer in Großbritanien in einer ähnlichen Rolle auf, obwohl es einige Hinweise darauf gibt, dass die Rasse schon vor diesem Zeitpunkt importiert worden war. Die Rasse wurde sowohl als Wach – und Begleithund der Kinder reicher Familien, als auch von Händlern benutzt, die die Hunde vor Karren spannten. Man setzte die Hunde zum Transport der unterschiedlichsten Güter über lange Distanzen ein, und ohne Zweifel litten viele von ihnen sehr, starben sogar an Überanstrengung, bevor ein Gesetz diese Art des Transports verbot.
Im späten 19. Jahrhundert feierte der Neufundländer sein Debüt im Ausstellungsring. Der erste britische Neufundländer – Champion war ein weiß-schwarzer Neufundländer Namens Ch. Dick im Eigentum von Mr. Evans. Züchter und Aussteller dieser Zeit bemühten, sich Hunde zu züchten, die den Apportier – und Schwimminstinkt des ursprünglichen Neufundlandhundes bewahrten. Wie zu erwarten war, traten Meinungverschiedenheiten auf, als einige Halter einen sehr großen Hund anstrebten und in der Umsetzung dieses Zieles die gewünschte Masse und Kraft verloren – ein Argument, dass bis heute gilt.

Übernommen aus Neufundländer – Heute von Hedd&Del Richards erschienen im Kynos Verlag

 

 

Haltung, Erziehung und Pflege

Haltung:

Ein Neufundländer gehört nicht eine Etagen- oder Stadtwohnung, ein Haus mit einem eingezäunten Garten sollten Sie ihm schon bieten können. Er liebt ausgedehnte Spaziergänge bei jedem Wetter und Wasser lässt jedes Neufundländerherz höher schlagen, denn Schwimmen ist nun mal seine Leidenschaft. Er eignet sich jedoch aufgrund seiner Größe und seines Gewichtes nicht als Begleiter für Jogger und Radfahrer. Für einen Neufundländer ist der Kontakt zu seiner Familie das wichtigste und das heißt, er sollte sich im Haus wie auch im Garten gleichermaßen gut auskennen. Im Haus verhält er sich ruhig, aber, er wird sich in jedem Zimmer strategisch seinen Lieblingsplatz dort suchen, wo er alles im Blick hat und meistens im Weg liegt. Da er über das ganze Jahr hinweg mal mehr, mal weniger haart wird es in Ihrem Haus kaum einen Raum und Schrank geben in dem Sie keine Hundehaare finden werden und der Schmutz den er permanent mit ins Haus bringt kann eine Reinheitsliebende Familie schon mal außer Rand und Band bringen. Wenn Sie Wert auf einen schönen gepflegten Garten mit Blumenrabatten und Ziersträuchern legen sollten Sie diese durch eine geeignete Abgrenzung schützen, dann ein Neufundländer wird Ihren Garten innerhalb kürzester Zeit nach seinen Vorstellungen umgestaltet haben.

Erziehung:

Da sich der Neufundländer als lernfreudig erweist bereitet seine Erziehung keine überaus großen Schwierigkeiten. Mit extremer Strenge und permanent lauten Kommandos erreichen Sie jedoch in der Erziehung bei einem Neufundländer überhaupt nichts. Er wird bedingt durch seinen Charakter und sein Wesen auf stur schalten und sich auflehnen indem er gar nichts mehr macht. Sie sollten jedoch aufgrund seine Größe und seiner Kraft bereits im Welpenalter mit einer konsequenten aber liebevollen Erziehung beginnen und die Übungen mit viel Geduld in die täglichen Spaziergänge einbauen. So lernt er, dass es sich auf seine Menschen als Rudelführer verlassen kann und wird, wenn er erst mal erwachsen ist, sehr leicht zu führen sein.

Pflege:

Der Neufundländer hat ein doppeltes Wasserundurchlässiges Fell. Es besteht aus einer dichten Unterwolle und dem glänzenden, schlichten Deckhaar. Damit das Haar nicht verfilzt muss es regelmäßig ausgekämmt werden, dazu teilt man das Fell stufenweise ab um lose Unterwolle auszukämmen. Die Haare zwischen den Pfotenballen können Sie kurz schneiden, dadurch bringt er weniger Schmutz mit ins Haus und im Winter bilden sich dort beim Spaziergang keine Eisballen. Der Einsatz eines Hundeföhns kann die Pflege etwas erleichtern, durch den Druck werden Schmutz und lose Haare aus dem Fell geblasen. Am besten gewöhnen Sie Ihn bereits im Welpenalter an die notwendige Haarpflege. Sollten Sie sich immer noch für einen Neufundländer entscheiden werden Sie diese Entscheidung nie bereuen, denn Sie werden einen Hund besitzen der seine Familie sein ganzes Leben lang bedingungslos Lieben wird.

Übernommen aus Neufundländer – Heute von Hedd&Del Richards erschienen im Kynos Verlag

 

Wichtig!

All die liebe und Aufwendung den Sie Ihrem Neufundländer zukommen lassen, wird er Sie mit seiner Liebe und Treue belohnen!

Vielen Dank das Sie unsere Seite besucht haben, zum Schluss noch ein Paar Informationen in eigener Sache:

Ich hoffen Sie hatten eine angenehme Zeit auf unserer Seite, sollten Sie Fragen haben, bitte nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, unter dem Link "Kontakt" finden Sie ein entsprechendes Formular, bitte richten Sie all Ihre Anfragen über dieses Formular, vielen Dank. Wir versuchen alle Anfragen so zeitnah wie möglich zu beantworten, sollt es einmal länger dauern mit der Antwort, dann bitte wir das zu entschuldigen, aber die Hunde gehen vor.

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